Entsorgungsmöglichkeiten für HBCD-haltige Polystyrol-Dämmplatten ab dem 30. September 2016

Seit vielen Jahren werden im Baubereich Dämmplatten aus Polystyrol eingesetzt. Als Flammenschutzmittel wurden seit 1955 Hexabromcyclododecan (HBCD) beigesetzt. Ab dem 30.09.2016 ist dieser persistente und bioakkumulierbare Schadstoff in der POP-Verordnung gelistet.

Ein weiterer möglicher Schadstoff in den Dämmplatten kann Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) bzw. teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW) sein. Ein Teil der Dämmplatten aus Polystyrolschaum (konkret: nur das XPS-Polystyrol) wurde bis 2002 unter Einsatz von FCKW- oder HFCKW-haltigen Treibmitteln hergestellt. Diese FCKW/HFCKW sind ozonschädigende Schadstoffe und ebenfalls verboten.

Bei Polystyrol-Dämmplatten, die aus Abbruch- oder Sanierungsmaßnahmen stammen, ist davon auszugehen, dass diese so schadstoffbelastet sind, dass die Schadstoffe zu einer Einstufung als gefährlicher Abfall führen. Dem Abfall ist der Abfallschlüssel 170603*zuzuordnen und den Vorbehandlungsanlagen anzudienen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar