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Luftdichtheit bei Steildachsanierung auf den Punkt gebracht

Ständig steigende Energiekosten sowie die gleichzeitig wachsenden Ansprüche an das Wohlbefinden und die Behaglichkeit führen zu einem völlig neuen Stellenwert der Luftdichtheit bei der Ausführung von energetischen Sanierungsmaßnahmen. Fehlerhaft ausgeführte Luftdichtheitsschäden beschäftigen Sachverständige, Rechtsanwälte sowie Gerichte und führen immer wieder zu Streit zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern. Das Ergebnis sind Feuchtschäden in den Dachkonstruktionen, ein Unbehaglichkeitsgefühl aufgrund Zuglufterscheinungen bei den Bewohnern und unzufriedene Kunden. Egal welche Voraussetzungen der Dachdecker vorfindet, die Anforderungen an ihn als Ausführenden sind immer gleich.

 

Aus dem § 6 der  Energieeinsparverordnung ergibt sich die Forderung des luftdichten Bauens. Dies betrifft selbstverständlich auch unsere Dachkonstruktionen. Die  Planung und Ausführung von energetischen Dachsanierungen stellen die höchsten Anforderungen an alle Beteiligten. Hier ist der Unternehmer meist Planer und Ausführender in einer Person. Die Umsetzung dieser Forderung aus der EnEV ist den geltenden technischen Regelwerken zu entnehmen. Hierzu gehören unter anderem die DIN 4108-7 und das Merkblatt Wärmeschutz bei Dach und Wand. Die Einhaltung der geforderten U-Werte, des Mindestwärmeschutz bei Detailausbildungen und auch die Forderung der luftdichten Ausführung bedürfen keiner zusätzlichen Vereinbarung. Aussagekräftige Beispiele für die Ausführung und Umsetzung der Luftdichtheitsschicht in der Sanierung wird man aber in den geltenden Regelwerken vergeblich suchen. Keine Sorge, dafür gibt‘s aber jede Menge Forderungen!

Inhalte Luftdichtheit bei Steildachsanierungen

  • Schadensfälle aus der Praxis anhand von Baustellendokumentationen
  • Bauphysikalische Vorgänge „Diffusion und Konvektion“
  • Taupunkt, Taupunkttemperaturen und Kondensatbildung
  • Anforderungen der technischen Regelwerke – DIN 4108-7, ENEV, Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks
  • Planungspunkte eines Luftdichtheitskonzeptes
  • Werkstoffe zur Herstellung von Luftdichtheitsschichten
  • Typische Anschlussproblematiken bei Dachsanierungen und deren Detaillösungen
    – Mauerwerksanschlüsse Traufe, Ortgang
    – Anschlüsse an Holzbauteilen
    – Durchdringungen Kamine, Fenster, Versorgungsleitungen
  • Abnahme und Überprüfungsmethoden der Luftdichtheit
    – Praktische Durchführungen Blower-Door-Test, Anemometer
    – Erstellung eines Prüfprotokolls
  • Beantwortung technischer Fragen zu aktuellen Bauvorhaben

Termine, Dauer, Kosten und Schulungsort


Die Weiterbildung hat einen Umfang von 8 Unterrichtsstunden.


Die Gesamtkosten belaufen sich auf 325,00 Euro.


Handwerkskammer Cottbus
Altmarkt 17
03051 Cottbus


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Kundenberaterin

Johannes Mattner

Kundenberater